EDMOND NRW – Neuheiten

Bild: EDMOND NRW Neuheiten

Unsere neuen Filme im Überblick

Migration

Migration ist vielfältig. Gute Bildungsmöglichkeiten, Sicherheit, religiöse Toleranz, politische Verfolgung etc. sind die wesentlichen „Pull“- und Push“-Faktoren. Untersuchungen zeigen, dass nicht zwangsweise Menschen aus armen Ländern in die reichsten Länder emigrieren. Der Großteil der Menschen, die auswandern, sind junge, gut ausgebildete Frauen und Männer der Mittelschicht. Deutschland nimmt aufgrund des Asylrechts und humanitären Gründen Flüchtlinge aus anderen Ländern auf. In den Jahren 1991 bis 1994 stiegen die Zahlen der Asylbewerber stark an. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wandern immer mehr Menschen von Ostdeutschland in den Westen ab. Das derzeit zentrale Gesetz im Bereich Migration ist das Zuwanderungsgesetz aus dem Jahr 2005. Es regelt wesentliche Teile des deutschen Ausländerrechts neu. Ein wichtiger Teil des Zuwanderungsgesetzes ist das zeitgleich eingeführte Aufenthaltsgesetz sowie Integrationsangebote für Zuwanderer. Ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit der aktuellen deutschen und europäischen Migrationspolitik ist die demographische Entwicklung. Deutschland ist inzwischen zu einem Einwanderungsland geworden. Etwa jede bzw. jeder Fünfte ist entweder selbst eingewandert oder hat einen Elternteil mit Migrationshintergrund. 26 Min. farbig, Deutschland 2011

Histo-Clips

Archivmaterial von der späten Kaiserzeit, über die beiden Weltkriege bis in die Gegenwart: Es beinhaltet über 900 historische und zeitgeschichtliche Filmsequenzen zu Ereignissen, berühmten Personen der Zeitgeschichte, Orten, Institutionen und unvergesslichen Sportereignissen. Der Filmbestand wird fortlaufend ergänzt und kann mittels einer eigenen Recherche-Maske durchsucht werden, und zwar in den Kategorien Ereignisse, Personen, Orte, Institutionen, Sport und Zeit und/oder über das Eingabefeld „Stichworteingabe“.

Arbeiterleben im Kaiserreich 

Deutschland erlebt eine beispiellose Landflucht. Millionen von Arbeitern ziehen aus den Agrargebieten in die entstehenden Industriezentren – vor allem in das Ruhrgebiet, nach Berlin und Oberschlesien. In ganz Deutschland entstehen Großstädte. Durch die Landflucht geht der Kontakt zur Heimat verloren, die gewohnte Lebensweise ändert sich und der Mensch vereinsamt. Die Landbewohner müssen unter oft gesundheitsgefährdenden Bedingungen ungewohnte Schwerstarbeit leisten. Die Industriearbeit ist ihnen fremd. Die Arbeiter unterliegen einer strengen Fabrikordnung. Eine sichtbare Hierarchie besteht. In den trostlosen Mietskasernen der Arbeiterviertel leben die Arbeiter und ihre Familien in beengten Wohnverhältnissen. Viele Männer fliehen vor der Hoffnungslosigkeit in die Wirtshäuser, um der qualvollen Enge der Wohnung zu entfliehen. Durch sinnvolle Freizeitbeschäftigung (Sport, Schrebergarten) versuchen sie den Alltag für Stunden zu vergessen und durch mehr Bildung politischen Einfluss zu gewinnen. Der Film (Deutschland 1983) ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind.

Kaddisch für einen Freund

Der 14-jährige Ali ist in einem palästinensischen Flüchtlingslager aufgewachsen und hat von Kindesbeinen an gelernt, dass die Juden daran schuld sind und deshalb gehasst werden. Nach der Flucht aus dem Libanon landet er in Berlin-Kreuzberg, wo bereits sein Cousin und dessen Familie leben. Ali und seine Familie erhalten von der Ausländerbehörde nur den Status der Duldung. Direkt über ihnen wohnt seit 30 Jahren Alexander, ein jüdisch-russischer Emigrant. Um Anschluss in der Gang seines Cousins zu finden, lässt sich Ali überreden, in die Wohnung des alten Mannes einzudringen und sie zu verwüsten. Da taucht Alexander auf, erkennt Ali und zeigt ihn bei der Polizei an. Um nicht verurteilt und abgeschoben zu werden, soll Ali die Wohnung wieder in Schuss bringen. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich mit dem verhassten „Feind“ auseinanderzusetzen. Aber die mehrwöchige Begegnung hinterlässt auch bei Alexander deutliche Spuren und er muss seine eigene Haltung gegenüber diesen „Arabern“ überdenken, die seinen Sohn auf dem Gewissen haben.